cme 2018

Die MERK 2018 verspricht etliche Höhepunkte

Die Mennonitische Europäische Regionalkonferenz (MERK 2018) wird vom 10. bis 13. Mai in Montbéliard, Frankreich, stattfinden. Einige wenige Wochen vor der Veranstaltung antwortete Max Wiedmer, der Vorsitzende des Programmkomitees, auf die Fragen von der PERSPEKTIVE.

Warum sollte man zu dieser europäischen mennonitischen Konferenz gehen?

Es ist eine einzigartige Gelegenheit zur Begegnung mit Schwestern und Brüdern aus den Mennonitengemeinden aus ganz Europa. Zum ersten Mal wird die Konferenz gemeinsam von neun mennonitischen Gemeindeverbänden veranstaltet: AEEMF (Frankreich), ADS (Niederlande), KMS (Schweiz), AMBD, BTG und AMG (Deutschland), MFÖ (Österreich), AIMP (Portugal), AMyHCE (Spanien). Es ist auch das erste Mal, dass russlandstämmige deutsche Mennoniten  (Russlanddeutsche) bei der Organisation mitmachen. Es haben sich ferner Leute aus Italien, England, Polen, Litauen, der Ukraine, Serbien und Albanien angemeldet …

Wir erwarten 1’500 Besucher auf der MERK und 2’500 Menschen für die Gottesdienstfeier am Sonntag. Für die grosse Mennonitenfamilie aus ganz Europa ist es eine einmalige Gelegenheit, sich zu treffen! Wir wollen einander ermutigen zu einem Thema, das uns sehr am Herzen liegt: wie geben wir unseren Glauben weiter und wie leben wir ihn konkret?

Welche Schwerpunkte setzt Ihr auf dieser Konferenz?

Neben Lehre und Zeugnis haben wir der Musik viel Platz eingeräumt. Eine internationale Lobpreisgruppe wurde gebildet. Mehrere Chöre aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz nehmen daran teil. Derzeit probt ein europäischer Chor in verschiedenen Ländern; alle diese Gruppen werden sich zusammentun und am Gottesdienst am Sonntagmorgen mitwirken. Ein französisches Orchester aus mehreren Gemeinden wird ein Konzert geben. Am Samstagabend bringen die Lightclubbers, eine Truppe junger Menschen, eine musikalische Darbietung.

Bei den Plenarveranstaltungen haben die jungen Menschen ebenfalls einen bedeutenden Platz, daneben haben sie aber auch ihr eigenes Programm. An den Nachmittagen gibt es für sie Sportturniere wie Fussball, Volleyball, Basketball, Kinball, und einen Flashmob… Etwa sechzig Workshops und sechs Ausflüge werden am Freitag- und Samstagnachmittag angeboten.

Kannst du Näheres zur Eröffnungsfeier sagen?

Am Donnerstagabend zeigt eine Show unter dem Titel « Fern von Zuhause » wie man ein Erbe weitergibt, «das man nicht für sich behalten kann». Etwa hundert Schauspieler und Musiker aus ganz Europa zeichnen diese Theaterfreske, die multimedial (mit Spezialeffekten, Zeichentrickfilmen…) untermalt wird. Für diese einzigartige Aufführung haben vier internationale Teams das Buch geschrieben. Die Darbietung beginnt mit vier kurzen Sketchen, die uns nach Palästina in die Jahre 30 und 33 versetzen, dann geht es ins 16. Jahrhundert in die Schweiz, schliesslich durch mehrere Länder Europas. Da die Mennoniten 500 Jahre lang selbst Migranten waren, nehmen sie heute auch die Flüchtlinge auf. Diese Show ist sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken und für alle Altersklassen ab 10 Jahren geeignet. Die Aufführung wird gefilmt und dann als DVD bereitgestellt.

Was gibt es sonst Neues auf dieser Konferenz? 

Es ist das erste Mal, dass wir jeden Gemeindeverband darum gebeten haben, jeweils drei Koordinatoren zu entsenden: einen für die allgemeine Organisation, einen für die Jugend und einen für den künstlerischen Teil.

Von Freitag bis Sonntag werden eine grosse Anzahl von Lebenszeugnissen aus der Mission, Sozialarbeit, Friedensarbeit und Ausbildung sowie acht kurze Botschaften aus allen Ländern zu hören sein.

Besteht eine Verbindung der Konferenz zur Stadt Montbéliard?

Um etwas weiterzugeben, müssen wir präsent sein und offen für den anderen. So kann die Eröffnungsshow vom Donnerstagabend von der breiten Öffentlichkeit besucht werden (Eintrittskarten werden verkauft).

In der Roselière, die uns die Stadt Montbéliard zur Verfügung gestellt hat, gibt es Ausstellungen (Patchwork, Decken für Flüchtlinge, Malerei, Ausstellung des Geschichtsvereins und des Museums der Russlanddeutschen) sowie Vorträge. Diese Veranstaltungen sind kostenfrei und ebenfalls der breiten Öffentlichkeit zugänglich.